Durch körperliche Zuwendungen und großzügig zugeteilte Aufmerksamkeit, durch die ständig wechselnden Interaktionspartnerinnen wird versucht, beim Publikum Gefühle von Zugehörigkeit, Angenommensein und Wahrgenommen werden zu erzeugen.
Die als „intim“ oder „persönlich“ erlebten Momente sind zugleich Elemente einer strikt festgelegten, unaufhaltsam voranschreitenden choreographischen Struktur. Die Paarung der miteinander Agierenden erfolgt nach dem Zufallsprinzip. So verweist das Stück zugleich auf die Relativität und Reproduzierbarkeit von gefühlter Verbindung, als auch auf die unverhoffte Intensität, die trotz standardisierter Interaktionen und zufälliger Begegnungen entstehen kann. Die Aufführung wird live von den Musikern Christian Meyer und Oliver Doerell begleitet, die mit minimalistischen, vor allem elektronischen Mitteln arbeiten. Die so entstehenden, oft ebenfalls repetitiven musikalischen Strukturen, überlagern sich mit den Aktionsschleifen der Tänzerinnen zu einem polyrhythmischen Gesamtgeschehen.
Die berühmte und erfolgreiche Inszenierung RING, entstanden 1999, lotet die Beziehung zwischen Zuschauerinnen und Performerinnen aus, einem zentralen Anliegen von Felix Ruckert. Sie wurde zwischen 1999 bis 2007 in über 30 Städten weltweit aufgeführt.
Rathaus Berlin, KAAPSTADT Festival, Tilburg (NL)